#143 Dalmore King Alexander III

K1600_IMG_7076_edited

Farbe:

Terrakotta

Aroma:

Die erste Nase ist überwiegend von süßen Sherryaromen geprägt und überraschend intensiv („nur“ 40% Alkoholgehalt). Dunkle Trockenfrüchte dominieren, vor allem Rosinen nehme ich durchgängig wahr. Eine ordentliche Portion Pflaumenmarmelade, Kirschen, Heidelbeeren, Karamell und Orangenschalen setzen weitere Akzente. Die Fülle an Aromen wird von spürbar würzigen Holzaromen, altem Leder, süßem Pfeifentabak und roten Trauben umhüllt. Im Hintergrund blitzen ab und zu dunkle Schokoladennoten auf. Das Aroma ist sehr harmonisch und vielschichtig.

Geschmack:

Zu Beginn zeigt sich die sehr weiche Textur des Dalmore. Relativ trockene, intensive Sherrynoten setzen ein erstes Ausrufezeichen. Dunkle Früchte dominieren zunächst (Kirschen, Pflaumen, eingelegte Rosinen, Heidelbeeren) mit einer feinen Karamellnote und einem Hauch von reifen Zitrusfrüchten. Kräftig-würzige Holzaromen, Leder, süßer Pfeifentabak, Zartbitterschokolade, Nüsse (Macadamia) sowie gebrannte Mandeln folgen rasch. Der Alkoholgehalt in Höhe von 40% ist perfekt eingebunden. Die Aromenvielfalt kommt intensiv zur Geltung – mit 46%-48% wäre der Whisky aber sicherlich noch einen Tick „besser/interessanter“.

Abgang:

Mittellang, schokoladig-würzig. Die dunklen Früchte verabschieden sich allmählich, sodass die würzigen Aromen rasch die geschmackliche Hoheit übernehmen. Nelken, Zimt, Leder, reichlich Zartbitterschokolade, Kakao und würzige Eichenholznoten folgen. Eine leichte Trockenheit verbleibt am Gaumen.

Fazit:

Die Fakten: Der Dalmore King Alexander III wurde mit einem Alkoholgehalt von 40% abgefüllt und gefärbt. Die Reifung erfolgte in sechs (!) verschiedenen Fassarten: Ex-Bourbon, Matusalem Oloroso Sherry, Madeira, Marsala, Portwein und Cabernet Sauvignon. Die vielfältige Fassauswahl verleiht dem Malt erstaunlich viel Tiefgang und eine angenehme Komplexität. Aufgrund des eher geringen Alkoholgehalts und der sehr sanften Textur wäre der Dalmore ein guter (und gehobener) Allday-Dram-Kandidat, wenn nur noch der Preis mitspielen würde. Ab 120€ geht es derzeit los – rein geschmacklich ein wenig zu viel für mein Empfinden.

87/100

K1600_IMG_7061_edited

Kommentar verfassen