#139 Highland Park 25 Jahre (2012)

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Farbe:

helles Kupfer

Aroma:

Unmittelbar nach dem Einschenken zeigt sich der 25 Jahre alte Highland Park bereits von seiner vollmundigen, intensiven und eleganten Seite. Ein facettenreiches Konglomerat aus vielen verschiedenen Aromen strömt mir zögerlich entgegen. Mit dem Nosing kann man sich gut und gerne eine Stunde Zeit lassen. Wellenartig verändert sich die Nase und entfaltet nach und nach ihr volles Potenzial. Unmengen an Datteln, viele saftige Orangen, ein paar getrocknete Orangenschalen, Karamellbonbons, dunkle Schokolade, Kakao zum Backen und intensive Honignoten bilden die erste aromatische Basis. Die Sherrynoten gewinnen im Verlaufe des Nosings deutlich an Intensität. Überreife Äpfel, Anklänge von roten Früchten, Rosinen, Walnüsse, gebrannte Mandeln und viele verschiedene Gewürze (z.B. Muskat und Ingwer) vermischen sich mit würzigen Eichenholznoten. Im Hintergrund verweilt stets eine zarte Rauchnote. Der Alkohol (45,7%) ist perfekt eingebunden.

Geschmack:

Die Textur des Highland Parks ist seidenweich, fast sirupartig benetzt der Malt die gesamte Mundhöhle. Ein paar wenige Pfefferkörner tänzeln für eine kurze Zeit auf der Zungenspitze, ehe die dunklen, würzig-süßen Aromen vollends zur Entfaltung kommen. Saftige Orangen, Anklänge von roten Früchten, Rosinen, Datteln, Honig, Karamell, süßer Pfeifentabak, dunkle Zartbitterschokolade und ein Hauch Espresso vermischen sich mit vielen verschiedenen Gewürzen und stattlichen Eichenholznoten. Die feine Rauchnote fügt sich wunderbar in das stimmige Gesamtbild ein. Der Geschmack ist sehr harmonisch und ausbalanciert, stets intensiv, elegant und facettenreich.

Abgang:

Lang, süß-würzig und wärmend. Schwarze Kirschen, Bratäpfel, saftige Orangen, Datteln, Rosinen und reichlich dunkle Zartbitterschokolade sind präsent. Kurze Zeit später folgen Muskat, Zimt, ein Hauch von Leder, süßer Pfeifentabak und würzige, alte Eichholznoten. Die feine Rauchnote verweilt wieder angenehm im Hintergrund und sorgt für den finalen Feinschliff. Eine dezente Trockenheit verbleibt am Gaumen.

Fazit:

Die Fakten: Der Highland Park reifte mindestens 25 Jahre in ehemaligen Bourbon- sowie frischen Sherryfässern. Die verkostete Version wurde im Jahr 2012 mit einem Alkoholgehalt von 45,7% abgefüllt. Der Preis liegt (leider) aktuell bei 350-400€ aufwärts. Der Malt leistet sich für mein Empfinden keinerlei Schwächen. Facettenreichtum, Eleganz und Harmonie ziehen sich wie ein roter Faden vom Nosing, über den Geschmack, bis hin zum Finish. Das Wechselspiel aus Süße, Würze und angenehmen Sherrynoten sowie der zarten Rauchnote lässt für meinen Gaumen kaum Wünsche offen. Die aktuell aufgerufenen Preise sind heftig, gar keine Frage. Probieren sollte man den erstklassigen Tropfen dennoch!

93/100

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