#107 Arran 18 Jahre

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Farbe:

strahlendes Gold

Aroma:

Der Arran beginnt mit einem schönen Wechselspiel aus süßen Früchten und gerösteten Getreidenoten. Der Alkohol (46%) ist gut eingebunden und kaum wahrnehmbar. Helle und rote Früchte bilden das süße Fundament: Aprikosen, saftige Orangen, Melonen, rote Äpfel, Himbeeren und Trauben sind präsent. Florale Noten, reichlich Vanille, Honig und schöne Eichenholzaromen verleihen der Nase einen schönen Tiefgang. Die verschiedenen Aromen der Bourbon- und Sherryfässer vermischen sich zu einer harmonischen Komposition.

Geschmack:

Leicht ölig und kraftvoll tritt der volljährige Arran auf: Süß-säuerliche Fruchtnoten werden mit einer zusätzlichen Pfeffrigkeit auf der Zungenspitze versehen. Die Sherrynoten nehme ich im Geschmack ein wenig intensiver wahr: Blutorangen, Pfirsiche, Kirschen und Himbeeren vermischen sich mit hellen Früchten, Honig, Röstaromen, Marzipan und kräftigen Karamell- sowie Milchschokoladennoten. Die Eichenholznoten werden zum Schluss würziger und hinterlassen bereits eine zarte Bitterkeit am Gaumen. Ein leichtes Schärfegefühl tritt auf, welches mich ein wenig stört. Vielleicht liegt es an der berühmt-berüchtigten Tagesform? Unter Hinzugabe von ein paar Tropfen Wasser wird der Malt ausgewogener und harmonischer.

Abgang:

Mittellang, süß-würzig und wärmend. Mit einer zarten Prise Pfeffer an der prickelnden Zungenspitze startet das Finish. Die vanillige Süße und die hellen Früchte sowie Sherrynoten verblassen allmählich. Mit Getreide, Honig, Milchschokolade, Röstaromen und würzigen Noten des Eichenholzes klingt der Arran aus. Am Gaumen verbleiben nun eine dezente Bitterkeit und eine sanfte Trockenheit.

Fazit:

Die Fakten: Der 18-jährige Arran reifte zu 70% in Bourbon- und zu 30% in Sherryfässern. Der Alkoholgehalt beträgt 46%, auf Kältefiltration und Färbung wurde verzichtet. Preislich orientiert sich die Abfüllung im Bereich von 70-80€. Der volljährige Malt überzeugt: Die süße, fruchtige und getreidige Nase ist angenehm harmonisch und für mich das Prunkstück des Malts. Geschmacklich ist das Niveau weiterhin hoch, mit etwas intensiveren Sherrynoten und mehr Würze/Pfeffrigkeit. Für das leichte Schärfegefühl im Geschmack, welches sich sehr gut mit Wasser beheben ließ, gibt es jedoch einen kleinen Punktabzug. Der Preis ist für mein Empfinden absolut angemessen.

87/100

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