#81 The Three Skulls No. 2 – A Dream of Scotland (Brühler Whiskyhaus)

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Farbe:

Bernstein

Aroma:

Süßer Rauch (mit einer leichten Speckigkeit) und rote Früchte heben sich unmittelbar nach dem Einschenken aus meinem Glas. Dank der Fasssstärke (57,4%) deutet der raue Islay-Malt bereits in der Nase an, wohin die (kraftvolle) Reise gehen wird. In der Nase macht sich ein leichtes Kühlen bemerkbar, welches ich aber nicht als störend empfinde. Nach einigen Minuten schenke ich dem Malt meine volle Aufmerksamkeit: Honigsüßer Lagerfeuerrauch mit leichten Räuchernoten, Kirschen, dunkle Beeren und Früchte, reichlich Karamell, Anklänge von Kräutern, Eichenwürze und maritime Noten (Salz & Jod) bilden eine vielschichtige und ausbalancierte Aromenkonstellation.

Geschmack:

Der raue Islay-Malt schlägt zu! Unmittelbar nach dem 1. Schluck malträtiert eine heftige Pfeffrigkeit kurzfristig meine Zungenspitze, während mein gesamter Mundraum mit süßem Rauch geflutet wird. Die weiche Textur regt angenehm den Speichelfluss an. Der Rauch (eine Mischung aus kalter Asche und Teer) setzt zu Beginn ein dominates Ausrufezeichen. Nach kurzer Zeit gewinnen die süß-würzigen Aromen zunehmend an Intensität und vermischen sich mit dem Rauch. Das aromatische Grundgerüst umfasst weiterhin kräftigen Rauch, Karamellbonbons, Himbeeren, Kirschen, dunkle Beeren, geröstetes Malz, würzige Eichenholznoten und maritime Aromen (Salz & Jod). Durch die Hinzugabe von einigen Tropfen Wasser wirkt der Malt etwas fruchtiger und harmonischer, ohne allerdings an geschmacklicher Intensität zu verlieren.

Aroma:

Mittelang bis lang, wärmend und weiterhin intensiv. Süße Fruchtnoten verblassen  allmählich, ehe frisch gemahlener Pfeffer, Kräuter, würzige Eichenholznoten, maritime Aromen und der kräftige Rauch den Malt ausklingen lassen. Am Gaumen entsteht eine leichte Trockenheit.

Fazit:

Die Fakten: Fassstärke (57,4% Alkoholgehalt), weder gefärbt noch kühlgefiltert, dazu in einem Sherryfass gereift. Informationen über das genaue Alter des Malts sowie dessen genaue Herkunft (Islay Destillerie) erhält man anhand des Etiketts nicht. Die Flaschenanzahl der Einzelfassabfüllung ist mit 348 Exemplaren stark begrenzt. Skull No. 2 überzeugt mich nach dem sehr gelungenen Skull No. 1 und wird mit Sicherheit seine Anhänger/Liebhaber (inklusive mir) finden. Das Sherryfass verleiht dem Malt süß-fruchtige Aromen, welche wunderbar mit dem rauen (und rauchig-maritimen) Islay-Charakter harmonieren. Der Ausgabepreis betrug sehr faire 54,90€. Feiner Trinkstoff!

88/100

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