#26 Bowmore 15 Jahre Laimrig Batch 4

dav

Farbe:

kastanienbraun

Aroma:

Anfangs überraschend introvertierter, „bowmore-typischer“ Rauch, der in schweren Sherrynoten zu versinken droht. In den ersten Minuten ist der hohe Alkoholgehalt (54,1%) mit einem ganz leichten Stechen in der Nase wahrnehmbar, verfliegt aber nach einiger Zeit wieder. Rosinen, Pflaumen, schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Orangen, Leder und Pfeifentabak steigen aus meinem Glas empor. Etwas Milchschokolade und bereits würzige Eichenholznoten gesellen sich hinzu. Nach ca. 15 bis 20 Minuten empfinde ich den Rauch intensiver als zu Beginn.

Geschmack:

Kraftvoller Antritt, die 54,1 Volumenprozente schieben im ersten Moment ordentlich an. Ein unglaublich öliges, fast schon cremiges Mundgefühl wird von einer feinen Rauchwolke mit intensiven Sherryaromen umrahmt. Orangen, Rosinen, Johannisbeeren, Kirschen und schwere Noten, wie Leder, Tabak und würziges Eichenholz folgen. Ein Hauch von Salz und Zartbitterschokolade runden die vielschichtige und harmonisch ausbalancierte Aromenfracht ab.

Abgang:

Langer, rauchiger und sherrylastiger Abgang. Wieder finde ich Rosinen, etwas Tabak, Zartbitterschokolade und würzige Eichenholznoten. Minimale Bitterkeit und leicht trockener werdend.

Fazit:

Der Bowmore 15 Jahre Laimrig Batch 4 von 2014 gehört zu meinen favorisierten Originalabfüllungen von Bowmore. Der Alkoholgehalt von 54,1% ist nahezu perfekt eingebunden und sorgt für eine intensive Flut an Aromen. Im Vergleich zum 15 Jahre Darkest (ca. 45-50€) gefällt mir die „Schwere“ der Aromen sowie der wesentlich höhere Alkoholgehalt sehr gut. Ob dies den fast doppelten Preis von aktuell ca. 90-100€ (Tendenz steigend) rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber generell: Fassstärke und Bowmore, das passt für mich einfach. Schade, dass die vielen Originalabfüllungen, wie z.B. der 15er Darkest, 18er und 25er, nur über 43% Alkohol verfügen und von der geschmacklichen Intensität nicht mit dem Laimrig mithalten können.

90/100

sdr

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