#18 Glenmorangie Bacalta

Farbe:

Gelbgold

Aroma:

Sehr süß, helle Früchte, vor allem Aprikosen, Birnen, Orangen und Äpfel dominieren zu Beginn. Honig, etwas Vanille und dezente Gebäcknoten gesellen sich hinzu. Die 46 Volumenprozente machen sich mit einer ganz leichten alkoholischen Note bemerkbar.

Geschmack:

Verhältnismäßig kräftiger Antritt, etwas zu alkoholisch & pfeffrig. Süße Noten versuchen sich in den Vordergrund zu drängen, vor allem Honig und Aprikosen stechen hervor. Weitere helle Früchte sowie etwas Karamell/Fudge, Milchschokolade und Mandeln kristallisieren sich heraus. Geschmacklich insgesamt nicht schlecht, jedoch wirkt der Malt sehr unrund auf mich. Der ungestüme, scharfe Antritt und die süßen Fruchtnoten wollen nicht so recht harmonieren.

Abgang:

Mittellang, wieder pfeffrig mit Karamell- und Orangennoten und leicht trockener werdend. Ein Hauch Zartbitterschokolade und Anklänge von mineralischen Noten.

Fazit:

Der Glenmorangie Bacalta reifte in Bourbonfässern und erhielt ein Finish in Madeirafässern. Der Malt verfügt über einen Alkoholgehalt von 46% und wurde nicht kühlgefiltert, zur Altersangabe findet man auf der Flasche keine Informationen. Insgesamt soll die Lagerzeit 10 Jahre in Bourbonfässern und anschließend ca. 2 Jahre in Madeirafässern betragen haben. Handwerklich ist der Glenmorangie sicherlich kein schlechter Tropfen, jedoch werde ich mit ihm ehrlich gesagt nicht wirklich warm. Die Nase gefällt mir gut und macht Lust auf mehr, geschmacklich finde ich ihn allerdings ziemlich unrund und wenig ausbalanciert. Die pfeffrige Schärfe (Alkohol?) und die Fruchtigkeit kontrastieren zu stark gegeneinander. Der Preis von über 80€ ist, vorsichtig gesagt, durchaus ambitioniert.

81/100

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