#8 Glenmorangie 18 Jahre Extremely Rare

Farbe:

Kupfer

Aroma:

Sehr vanillig, Waldhonig, leicht blumig, rote Äpfel, Orangen und dunkle Früchte dank der teilweisen Sherryfassnachreifung. Anschließend etwas nussiger und würziger mit feinen Eichenholznoten. Eine alkoholische Note ist nicht wahrnehmbar.

Geschmack:

Sehr ölig/cremig, honigsüß, Crème Brûlée, feine Sherrynoten, Datteln, Rosinen und Orangen. Die Nussigkeit und Würze nehmen spürbar zu und bilden einen schönen Gegensatz zur anfänglichen Süße, ohne zu dominant zu werden. Der Whisky verfügt über ein absolut harmonisches, komplexes und gut ausbalanciertes Gesamtbild. Mit 43 Volumenprozenten schon fast gefährlich süffig!

Abgang:

Mittellang bis lang, etwas Honig, weiterhin angenehm nussig, würzig und leicht trockener werdend. Die feinen Sherryaromen verabschieden sich allmählich. Etwas Zartbitterschokolade.

Fazit:

Der 18-jährige Glenmorangie Extremely Rare gehört definitiv zu meinen Favoriten der Brennerei. Nach 15 Jahren werden ungefähr 30% des Malts drei Jahre in Sherryfässern nachgereift und mit den restlichen 70%, die ausschließlich in Bourbonfässern lagerten, wieder vermählt. Der daraus resultierende Komplexitätsgewinn macht sich geschmacklich zweifellos bezahlbar. Auch für Einsteiger könnte der Tropfen aufgrund seiner seidig-milden und geschmacklich vielschichtigen Art durchaus interessant sein. Preislich beginnt der (übrigens sehr schön verpackte) Whisky etwas ambitioniert ab ca. 70€.

87/100

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