#7 Lagavulin 8 Jahre

Farbe:

Weißwein

Aroma:

Weniger Rauch als erwartet, maritim-salzig, süß, ein Hauch Vanille, leicht floral, helle Früchte wie Äpfel, Birnen und Zitrone. Würzige Eichennoten sucht man vergebens. Der Brennereicharakter kommt bereits jetzt sehr gut zur Geltung.

Geschmack:

Kraftvoller Antritt (48% Alkoholgehalt), trockener, starker Lagerfeuerrauch, leicht pfeffrig, malzig, helle Fruchtnoten kommen nun zum Vorschein, verweilen jedoch angenehm im Hintergrund. Äpfel, Zitronen und die vanillige Süße bilden einen schönen Kontrast zur intensiven Rauchnote. Die maritime Salzigkeit rundet das durchaus komplexe Gesamtbild ab – für einen nur acht Jahre alten Whisky gefällt mir das ingesamt sehr gut!

Abgang:

Mittellang bis lang. Dominanter Rauch, trockener werdend mit ganz dezenten Holznoten, Malz, salzig, leicht süß mit einem Hauch Vanille.

Fazit:

Die auf 20.000 Flaschen limitierte Sonderabfüllung von Lagavulin (anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Destillerie) gefällt mir überraschenderweise sehr gut. Bedingt durch die kurze Lagerzeit kommt der Brennereicharakter von Lagavulin wunderbar zum Vorschein. Insgesamt ist der Whisky dennoch rund, unkompliziert, nicht sprittig und schon durchaus komplex. Die 48 Volumenprozente fügen sich nahtlos in den guten Gesamteindruck ein. Preislich ist der Tropfen meines Erachtens ein paar Euro zu hoch angesetzt (aktuell ca. 45-55€), wenn man vor allem bedenkt, dass der 16-jährige Lagavulin ebenfalls in dem Preissegment zu finden ist. Für 30-35€ und als Standardabfüllung, bei nahezu gleichbleibender Qualität, würde ich den Tropfen jederzeit wieder kaufen.

87/100

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