#17 Bruichladdich 1992/2016 (Cadenhead)

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Farbe:

dunkles Honiggold

Aroma:

Die umwerfende Farbe des Malts steigert die Vorfreude des Verriechens bereits enorm. Die Nase ist durchaus komplex – ein harmonisches Wechselspiel zwischen vanilliger Süße, tropischen Fruchtnoten und spürbar würzigen Noten steigt empor. Der Malt benötigt Zeit, ca. 20-25 Minuten lasse ich ihn im Glas. Waldhonig, etwas Vanille, Ananas, Maracuja, Orangenschalen, Grapefruit und vor allem grüne Äpfel mit einem Hauch von Pfefferminz sorgen für einen frischen Duft, der beim mehrmaligen Verriechen in feine Kräuternoten übergeht.

Geschmack:

Leicht pfeffrig, kräftig und wärmend, jedoch zugleich extrem ölig und weich am Gaumen. Der Alkoholgehalt von 53,3% ist für meinen Geschmack gut eingebunden. Auch hier folgt wieder ein harmonisches Konglomerat aus hellen (primär tropischen) Früchten, Zitrone, Marzipan und einer kräutrigen Würze, gefolgt von feinen Eichenholznoten.

Abgang:

Eher mittellang als lang. Auch hier bahnen sich die fruchtigen Noten wieder ihren Weg nach vorne und übernehmen kurzfristig die Oberhand. Marzipan, Nüsse, Mandeln und angenehme Eichenholznoten, die keine Bitterkeit verspüren lassen, runden das Finish ab. Eine ganz leichte Trockenheit entsteht.

Fazit:

Bruichladdich, 24 Jahre alt, weder gefärbt noch kühlgefiltert, aus drei Bourbon-Hogsheads vermählt und mit 53,3% in Fassstärke abgefüllt – soweit die Fakten. Preislich bewegte sich der Tropfen bei 95 Pfund in UK und knapp 130€ in Deutschland. Ein heutzutage fairer Preis! Insgesamt konnte mich der harmonische Tropfen nahezu voll überzeugen, einen minimalen Abzug in der B-Note gibt es für das mittellange Finish. Ich weiß schon, welcher Whisky mich im Sommer auf dem Balkon begleiten darf…

 

92/100

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